Einer der größten Buchverlage Deutschlands hat gerade das Jahr vorgelegt, vor dem sich jedes Unternehmen insgeheim fürchtet. Der Umsatz stieg. Der Gewinn zog nicht mit. Hier sind die Zahlen, auf die es ankommt.
Mehr verkaufen, weniger behalten. So lässt sich die Kurzfassung zusammenfassen. Und das bedeutet in der Regel eines: Die Kosten sind schneller gewachsen als der Umsatz, leise, bis sich die Lücke am Ende in der Bilanz zeigte.
Und hier kommt der positive Teil. Bastei Lübbe weiß bereits, wo anzusetzen ist. Für das kommende Jahr wurden drei Hebel benannt: die Optimierung der Druckkosten, die Senkung des Anteils für Honorare und Lizenzgebühren sowie eine strengere Kostendisziplin insgesamt. Die Druckkosten stehen an erster Stelle dieser Liste. Für das kommende Jahr wird erwartet, dass das EBIT wieder deutlich schneller wächst als der Umsatz, mit einem Ziel von 10 bis 12 Millionen Euro.
Das ist die eigentliche Erkenntnis. Ein schwacher Markt lässt sich schwer beheben. Eine Kostenstruktur schon, sobald man sie klar erkennen kann.
Die Frage, die sich lohnt, auch in Ihrem eigenen Unternehmen zu stellen: Wenn der Umsatz steigt und der Gewinn trotzdem sinkt, wüssten Sie genau, wo Sie zuerst nachsehen müssten?
Der Umsatz stieg um 3,8 % auf 118,4 Millionen Euro, doch die Gesamtkosten wuchsen mit 11,5 % deutlich schneller. Diese Lücke drückte das EBIT auf 9,3 Millionen Euro und senkte die EBIT-Marge von 15,0 % auf 7,9 %, etwa die Hälfte des vorherigen Werts.
Für das kommende Jahr wurden drei Hebel benannt: die Optimierung der Druckkosten, die Senkung des Anteils für Honorare und Lizenzgebühren sowie eine strengere Kostendisziplin. Die Druckkosten stehen an erster Stelle, das EBIT-Ziel liegt bei 10 bis 12 Millionen Euro.
Das Warnsignal sind Kosten, die schneller wachsen als der Umsatz, oft verborgen in den Druckkosten, bis sie sich am Jahresende zeigen. Ein vernetztes Print MIS, das Papier, Produktion und Abrechnung in Echtzeit erfasst, macht diese Lücke monatlich sichtbar statt erst einmal im Jahr.